Inhalt
- Der Name, den Porsche nie vergeben hat
- Turbo und RS: Zwei Philosophien, ein Heckmotor
- Der GT2 RS ist der echte Turbo RS
- 997 GT2 RS (2010): Der letzte Mezger
- 991 GT2 RS (2017–2019): Die Eskalation
- Die Ahnenreihe: Turbo-RS-Modelle, bevor es den GT2 RS gab
- Turbo S, GT3 RS und GT2 RS im direkten Vergleich
- Das Volkan-Urteil
- Was kostet ein „Turbo RS" 2026?
- Worauf du beim Kauf achten musst
- Kommt ein 992 GT2 RS?
- Fazit: Der beste Porsche, den es nie gab
- FAQ: Porsche Turbo RS
- Gibt es einen Porsche 911 Turbo RS?
- Was ist der Unterschied zwischen Turbo und RS bei Porsche?
- Welcher Porsche ist der stärkste Turbo mit RS-Charakter?
- Was kostet ein Porsche GT2 RS heute?
- Ist der 992 Turbo S stärker als der GT2 RS?
- Kommt ein Porsche 992 GT2 RS?
- Warum heißt der GT2 RS „Widowmaker"?
Der Name, den Porsche nie vergeben hat
Einen Porsche 911 Turbo RS gibt es nicht. Zumindest nicht als Serienmodell mit diesem Schriftzug am Heck — Porsche hat die Bezeichnung „Turbo RS" in über sechzig Jahren Elfer-Geschichte nie an ein straßenzugelassenes Fahrzeug vergeben.
Wer trotzdem danach sucht, sucht nach etwas Realem. Er sucht nach dem einen Porsche, der die beiden mächtigsten Buchstabenkombinationen des Hauses vereint: die Gewalt des Turbos und die Kompromisslosigkeit des RS. Dieses Auto existiert. Es heißt 911 GT2 RS.
Und weil dieser Artikel den Anspruch hat, die Frage vollständig zu beantworten und nicht nur zu bedienen: Es gibt eine Ahnenreihe von Fahrzeugen, die man mit demselben Recht „Turbo RS" nennen könnte — den 964 Turbo S Leichtbau, den 993 GT2, den 997 GT2 RS. Sie alle folgen derselben Idee. Nur trug keines von ihnen diesen Namen.
Turbo und RS: Zwei Philosophien, ein Heckmotor
Um zu verstehen, warum „Turbo RS" logisch klingt und trotzdem nie existierte, muss man verstehen, was die beiden Kürzel bei Porsche bedeuten. Sie sind keine Ausstattungslinien. Sie sind Weltanschauungen.
Turbo steht seit 1974 für Souveränität. Ein 911 Turbo soll überall schneller sein als alles andere — bei Regen, im Winter, mit Gepäck, ohne Aufwärmrunde. Allradantrieb, Doppelkupplungsgetriebe, Ledersitze, funktionierende Klimaanlage. Das ist kein Verrat am Sportwagengedanken, sondern eine bewusste Auslegung: maximale Leistung, minimale Bedingungen. Wie sich das im Alltag anfühlt, haben wir ausführlich am Porsche 911 Turbo 991.2 beschrieben.
RS — Rennsport — steht seit 1972 für das Gegenteil. Ein RS gibt etwas auf, um etwas zu gewinnen. Weniger Dämmung, dünneres Glas, keine Rücksitze, härteres Fahrwerk, Heckantrieb. Der Carrera RS 2.7 hat diese Doktrin begründet, der aktuelle GT3 RS führt sie mit 525 PS aus einem Saugmotor bis an die Grenze des Straßenzulässigen.
| Merkmal | Turbo-Philosophie | RS-Philosophie |
|---|---|---|
| Motorprinzip | Aufgeladen, drehmomentstark | Saugmotor, drehzahlorientiert |
| Antrieb | Allrad | Heckantrieb |
| Getriebe | PDK | PDK oder Handschaltung |
| Priorität | Alltagstauglichkeit | Rundenzeit |
| Gewicht | Sekundär | Oberste Priorität |
| Aerodynamik | Zurückhaltend | Kompromisslos funktional |
| Zielgruppe | Vielfahrer, Grand Tourer | Trackday, Sammler |
Die beiden Konzepte widersprechen sich in fast jedem Punkt. Genau deshalb hat Porsche sie nie unter einem Namen vermischt — sondern ein drittes Kürzel eingesetzt, wenn beide Welten aufeinandertreffen sollten: GT2.
Der GT2 RS ist der echte Turbo RS
Der GT2 RS nimmt den Biturbo-Motor aus dem Turbo und wirft alles weg, was der Turbo zusätzlich mitbringt: Allradantrieb, Komfort, Gewicht, Zurückhaltung. Übrig bleibt ein Heckantriebs-911 mit der Leistung eines Supersportwagens und dem Gewicht eines Mittelklassewagens. In der Porsche-Szene trägt er nicht ohne Grund den Beinamen „Widowmaker".
997 GT2 RS (2010): Der letzte Mezger
Der erste GT2 RS erschien 2010 auf Basis des 997.2 und war streng auf 500 Exemplare limitiert — sofort vergriffen. Sein 3,6-Liter-Biturbo, der legendäre Mezger-Motor mit Motorsport-Genealogie, leistete 620 PS bei einem Leergewicht von rund 1.370 Kilogramm.
Die Zahlen erzählen nur die halbe Geschichte. Der 997 GT2 RS hatte keine Hinterachslenkung, keine aktive Aerodynamik und ein Sechsgang-Handschaltgetriebe. Er verlangte Können. Der Basispreis lag bei rund 240.000 Euro — heute ist das ein Bruchteil dessen, was der Markt aufruft.
991 GT2 RS (2017–2019): Die Eskalation
Sieben Jahre später legte Porsche nach. Der 991.2 GT2 RS leistete 700 PS aus 3,8 Litern Hubraum, dazu 750 Nm Drehmoment. 0–100 km/h in 2,8 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 340 km/h, Leergewicht vollgetankt rund 1.470 Kilogramm.
Am 20. September 2017 fuhr Porsche-Entwicklungsfahrer Lars Kern mit dem Serienfahrzeug eine Nordschleifenzeit von 6:47,3 Minuten über die 20,6 Kilometer lange Messstrecke — Durchschnittsgeschwindigkeit 184,11 km/h. Damit war der GT2 RS zu diesem Zeitpunkt das schnellste straßenzugelassene Fahrzeug der Grünen Hölle. Mit dem Manthey-Performance-Kit unterbot Porsche diese Marke später noch einmal deutlich.
Der Neupreis: rund 285.000 Euro. Ursprünglich waren 1.000 Exemplare geplant; die Nachfrage verlängerte die Produktion bis 2019 auf letztlich etwa 1.580 Fahrzeuge weltweit.
Die Ahnenreihe: Turbo-RS-Modelle, bevor es den GT2 RS gab
Die Idee, einen aufgeladenen Elfer radikal abzumagern, ist deutlich älter als das Kürzel GT2. Mehrere Fahrzeuge verdienen die Bezeichnung „Turbo RS" im Geiste — und zählen heute zu den wertvollsten Porsche überhaupt.
| Modell | Baujahr | Leistung | Stückzahl | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| 930 Turbo 3.3 | 1978–1989 | 300 PS | über 20.000 | Der Ursprung des Turbo-Mythos |
| 964 Turbo S Leichtbau | 1992–1993 | 381 PS | 86 | Kevlar-Haube, Alu-Türen, 1.290 kg |
| 993 GT2 (Straße) | 1995–1998 | 430 / 450 PS | 194 gesamt | Letzter luftgekühlter Renn-Turbo |
| 997 GT2 RS | 2010 | 620 PS | 500 | Letzter Mezger-Motor |
| 991 GT2 RS | 2017–2019 | 700 PS | ca. 1.580 | Nordschleife 6:47,3 |
Der 964 Turbo S Leichtbau ist der reinste Ausdruck dieser Idee: 86 Exemplare, gebaut von Porsche Exclusive, mit Kevlar-Motorhaube, Aluminiumtüren, Dünnglas und ohne nennenswerte Komfortausstattung. Statt der Serienleistung des 964 Turbo leistete er 381 PS — bei 1.290 Kilogramm. Das ist Turbo-Leistung nach RS-Rezept, dreißig Jahre bevor jemand nach „turbo rs" googelte.
Der 993 GT2 wiederum entstand aus der Homologationspflicht: Porsche brauchte für die GT2-Klasse ein Straßenfahrzeug, das dem Rennwagen entsprach. Heckantrieb statt Allrad, verschraubte Kotflügelverbreiterungen, Käfig, 430 PS — ab Modelljahr 1998 dann 450 PS. Von den insgesamt 194 gebauten GT2 waren 161 Straßenversionen. Die Preise haben inzwischen die Millionengrenze überschritten. Wie sich dieses Modell in die Baureihenchronologie einordnet, zeigt unsere Übersicht aller Porsche 911 Jahrgänge.
Turbo S, GT3 RS und GT2 RS im direkten Vergleich
Wer heute vor der Entscheidung steht, sollte die drei Konzepte nebeneinander sehen. Alle drei sind Spitzenmodelle — aber sie lösen völlig unterschiedliche Aufgaben.
| Merkmal | 992.2 Turbo S | 992 GT3 RS | 991 GT2 RS |
|---|---|---|---|
| Motor | 3,6 l Boxer T-Hybrid | 4,0 l Saugmotor | 3,8 l Biturbo |
| Leistung | 711 PS | 525 PS | 700 PS |
| Drehmoment | 800 Nm | 465 Nm | 750 Nm |
| Antrieb | Allrad | Heck | Heck |
| 0–100 km/h | 2,5 s | 3,2 s | 2,8 s |
| Vmax | 322 km/h | 296 km/h | 340 km/h |
| Nordschleife | keine Werkszeit | 6:49,328 | 6:47,3 |
| Preis | ab 271.000 € | ab 245.398 € | ab ca. 370.000 € (gebraucht) |
Der im September 2025 vorgestellte 992.2 Turbo S ist mit 711 PS aus einem 3,6-Liter-T-Hybrid-Antrieb der stärkste Serien-911 aller Zeiten. Zwei elektrisch unterstützte Abgasturbolader, eine 400-Volt-Batterie von nur 27 Kilogramm Gewicht, 800 Nm über ein Drehzahlband von 2.300 bis 6.000 Touren. Er beschleunigt schneller als jeder GT2 RS — und ist trotzdem kein Turbo RS. Denn er gibt nichts auf.
Genau das ist der Unterschied, den die Tabelle nicht abbildet: Der Turbo S ist schneller auf der Geraden. Der GT2 RS ist schneller auf der Nordschleife. Und der GT3 RS ist trotz 175 PS weniger nur rund zwei Sekunden langsamer als der GT2 RS — weil Aerodynamik und Gewicht auf einer Rennstrecke mehr zählen als Ladedruck. Wer sehen will, was das in der Praxis bedeutet, findet in unserer Analyse zu GT3-Fahrzeugen auf der Nordschleife die Einordnung.
Das Volkan-Urteil
„Porsche vergibt keine Namen, sondern Versprechen. ‚Turbo' verspricht, dass du überall und jederzeit schneller bist als alle anderen. ‚RS' verspricht, dass du dafür etwas aufgibst. Der GT2 RS ist der einzige Elfer, der beide Versprechen gleichzeitig hält — und genau deshalb hat ihn Porsche nie ‚Turbo RS' genannt. Er wäre sonst zu leicht zu verstehen gewesen."
— Volkan Yilmaz, Gründer & Herausgeber aut.ooo
Was kostet ein „Turbo RS" 2026?
Die Antwort hängt davon ab, welches Fahrzeug man meint — und die Spreizung ist erheblich. Alle GT2-Modelle sind heute Sammlerfahrzeuge, keine Gebrauchtwagen. Der Markt ist dünn, die Preisunterschiede zwischen zwei scheinbar vergleichbaren Autos können sechsstellig sein.
| Modell | Zustand / Laufleistung | Marktpreis 2026 |
|---|---|---|
| 991 GT2 RS (Serie) | unter 20.000 km | 370.000–500.000 € |
| 997 GT2 RS | unter 30.000 km, Historie | 450.000–700.000 € |
| 991 GT2 RS Weissach | Sammlerzustand, unter 5.000 km | 600.000–1.100.000 € |
| 993 GT2 Straßenversion | matching numbers | ab 1.000.000 € |
| 964 Turbo S Leichtbau | dokumentiert, 1 von 86 | siebenstellig |
Die Preisentwicklung des 991 GT2 RS ist ein Lehrstück: Schon bei Markteinführung wurden 50.000 bis 100.000 Euro über Liste gezahlt. Nach Produktionsende 2019 stabilisierten sich die Preise kurz, während der Pandemie schossen sie auf über 700.000 Euro für Topfahrzeuge mit Weissach-Paket. Seither hat sich der Markt zweigeteilt: Fahrzeuge mit niedriger Laufleistung koppeln sich vom Rest ab, gefahrene Exemplare bewegen sich seitwärts.
Worauf du beim Kauf achten musst
Weissach-Paket: Magnesiumräder, Carbon-Stabilisatoren, Titan-Überrollbügel, Carbon-Dach. Es spart rund 30 Kilogramm — und macht im Wiederverkauf einen deutlich größeren Unterschied, als 30 Kilogramm rechtfertigen würden. Ohne Weissach ist der Wagen nicht schlechter, aber schlechter verkäuflich.
Reifenalter: Sammlerfahrzeuge stehen. Cup-2-Reifen mit acht Jahren auf der Flanke sind gefährlich, unabhängig vom Profil. Ein Satz kostet vierstellig — das gehört in die Verhandlung.
Motorsport-Historie: Trackday-Einsätze sind kein Ausschlusskriterium, aber sie müssen dokumentiert sein. Prüfe Unterboden, Käfiganbindungen und die Getriebeölhistorie. Ein GT2 RS, der nie bewegt wurde, hat andere Probleme — Standschäden an Dichtungen, Bremsen und Kraftstoffsystem.
Herstellerdokumentation: Die Porsche Classic Fahrzeugdokumentation bestätigt Erstauslieferung und Werksausstattung. Bei sechs- bis siebenstelligen Kaufsummen ist das keine Option, sondern Pflicht.
Vollständigkeit: Bordwerkzeug, zweiter Schlüssel, Originalfelgen, Fahrzeugbuch. Fehlende Teile kosten im Wiederverkauf mehr, als ihre Beschaffung heute kostet.
Kommt ein 992 GT2 RS?
Porsche hat bis heute kein GT2-Modell auf 992-Basis bestätigt. Was existiert, sind Erlkönig-Sichtungen auf der Nordschleife und übereinstimmende Berichte der Fachpresse — mehr nicht. Wir kennzeichnen das ausdrücklich als Spekulation.
Die belastbaren Indizien: Prototypen mit extremem Breitbau und GT3-RS-ähnlicher Tarnung wurden mehrfach am Ring gefilmt, wobei der Motorsound eindeutig gegen einen Saugmotor spricht. Technisch liegt eine Ableitung des T-Hybrid-Antriebs nahe, der bereits im 992.2 GTS und im Turbo S arbeitet. Die kolportierten Leistungsangaben reichen von rund 760 bis über 800 PS; einzelne Berichte nennen deutlich höhere Zahlen, die wir für unrealistisch halten. Beim Preis dürfte die 300.000-Euro-Marke fallen.
Was das für Käufer heute bedeutet: Wer auf einen 992 GT2 RS spekuliert, spekuliert auf ein Fahrzeug ohne Termin, ohne Preis und ohne bestätigte Existenz. Wer einen echten Turbo RS fahren will, findet ihn im 991 GT2 RS — verfügbar, bewertbar, gebaut.
Fazit: Der beste Porsche, den es nie gab
Die Suche nach dem „Porsche Turbo RS" führt zu einem Auto, das anders heißt, aber genau das ist: ein 911 Turbo, dem man alles genommen hat, was ihn bequem macht. Der GT2 RS ist der kompromissloseste Elfer, den Porsche je verkauft hat — und mit 700 PS an der Hinterachse eines der letzten Autos, die vom Fahrer wirklich etwas verlangen.
Für die meisten ist das keine Kaufempfehlung, sondern eine Einordnung. Ein GT2 RS kostet heute so viel wie ein Haus und wird kaum bewegt. Wer die Turbo-Idee auf der Straße erleben will, ohne sechsstellig in Sammlerware zu investieren, ist mit einem 911 Turbo der 991.2-Generation deutlich besser bedient. Wer die RS-Idee sucht, findet sie im GT3 RS in ihrer reinsten Form.
Und wer wissen will, wo beide Linien historisch herkommen, sollte einen Blick auf die Geschichte des Porsche 911 werfen. Der Turbo RS ist kein Modell. Er ist der Punkt, an dem sich zwei Entwicklungslinien kreuzen — und Porsche hat diesen Punkt mehrfach gebaut, ohne ihn je so zu nennen.
Eines gilt bei allen genannten Fahrzeugen: Der Versicherungswert liegt weit über dem, was Standardtarife abbilden. Sammlerfahrzeuge dieser Klasse gehören in eine Liebhaberpolice mit vereinbartem Wert. Wie sich die Prämien für Elfer generell zusammensetzen, zeigt unser Porsche 911 Versicherungsratgeber 2026.
FAQ: Porsche Turbo RS
Gibt es einen Porsche 911 Turbo RS?
Nein. Porsche hat nie ein Serienfahrzeug mit der Bezeichnung „911 Turbo RS" gebaut. Das Modell, das der Vorstellung eines Turbo RS am nächsten kommt, ist der 911 GT2 RS: ein Elfer mit Biturbo-Motor, Heckantrieb und konsequentem Leichtbau. Er wurde 2010 auf 997-Basis mit 620 PS und 2017 auf 991-Basis mit 700 PS angeboten.
Was ist der Unterschied zwischen Turbo und RS bei Porsche?
„Turbo" bezeichnet die aufgeladenen Topmodelle mit Allradantrieb und voller Alltagstauglichkeit — maximale Leistung ohne Verzicht. „RS" steht für Rennsport und bedeutet das Gegenteil: Leichtbau, Heckantrieb, reduzierte Ausstattung und eine Auslegung auf Rundenzeit statt Komfort. Der GT2 RS ist das einzige Modell, das beide Prinzipien in einem Fahrzeug vereint.
Welcher Porsche ist der stärkste Turbo mit RS-Charakter?
Der 911 GT2 RS auf Basis des 991.2 mit 700 PS und 750 Nm. Er beschleunigt in 2,8 Sekunden auf 100 km/h, erreicht 340 km/h und fuhr 2017 mit Lars Kern am Steuer eine Nordschleifenzeit von 6:47,3 Minuten — zum damaligen Zeitpunkt die schnellste Zeit eines straßenzugelassenen Fahrzeugs.
Was kostet ein Porsche GT2 RS heute?
Ein 991 GT2 RS kostet 2026 je nach Zustand und Ausstattung zwischen 370.000 und über 1.000.000 Euro. Fahrzeuge mit Weissach-Paket und Laufleistungen unter 5.000 Kilometern erzielen die höchsten Preise. Der 997 GT2 RS liegt zwischen 450.000 und 700.000 Euro, der 993 GT2 als Straßenversion inzwischen im siebenstelligen Bereich.
Ist der 992 Turbo S stärker als der GT2 RS?
Ja, auf dem Papier. Der 2025 vorgestellte 992.2 Turbo S leistet 711 PS aus einem 3,6-Liter-T-Hybrid-Antrieb und beschleunigt in 2,5 Sekunden auf 100 km/h. Auf der Rennstrecke ist der GT2 RS trotzdem im Vorteil: Er ist leichter, hat mehr Abtrieb und ist auf Rundenzeit statt auf Beschleunigung ausgelegt.
Kommt ein Porsche 992 GT2 RS?
Porsche hat ein GT2-Modell auf 992-Basis offiziell nicht bestätigt. Erlkönig-Sichtungen auf der Nordschleife und Berichte der Fachpresse deuten auf ein Fahrzeug mit T-Hybrid-Technik und über 760 PS hin, das die 300.000-Euro-Marke überschreiten dürfte. Bis zu einer Werksankündigung bleiben alle Angaben Spekulation.
Warum heißt der GT2 RS „Widowmaker"?
Der Beiname stammt aus der 930-Turbo-Ära und beschreibt die Kombination aus schlagartig einsetzendem Ladedruck, Heckmotorlayout und fehlender elektronischer Absicherung. Beim GT2 RS lebt der Ruf fort, weil er die Leistung des Turbo ohne dessen Allradantrieb auf die Straße bringt. Moderne Regelsysteme entschärfen das erheblich — Respekt verlangt das Fahrzeug trotzdem.
